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Sozialer Arbeitsmarkt: Hoffnung für Langzeitarbeitslose!?

sozialer arbeitsmarkt
In Niedersachsen gibt es rund 100.000 Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Ihre Chancen auf Integration in gute Arbeit sind ungefähr so groß wie die von Hannover 96, deutscher Fußballmeister zu werden. Daher ist eine zentrale aktuelle Forderung – nicht nur der LAK – die Schaffung eines öffentlich geförderten Sozialen Arbeitsmarktes.
Wie kann ein solcher Sozialer Arbeitsmarkt konkret aussehen? Gibt es überhaupt genügend Arbeit für alle? Welche Möglichkeiten haben Länder und Kommunen, um zusätzliche Jobs zu schaffen? Diesen und anderen Fragen wird auf einer Veranstaltung des DGB und der Friedrich Ebert Stiftung (FES)

  • am 6. Oktober um 18.30 Uhr im DGB Haus, Otto-Brenner-Str. 1, 30159 Hannover, mit Verantwortlichen aus Politik und Verbänden

nachgegangen.
Details mit Anmeldeformular hier.
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Rückgang der Armutsquote in Niedersachsen kein Grund zur Beruhigung!

1,5 Millionen Menschen sind in Deutschland regelmäßig auf Tadeln angewiesen

Die Armutsgefährdungsquote in Niedersachsen lag laut Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) im Jahr 2014 bei 15,3 Prozent und damit um 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Damit ist sie erstmals seit drei Jahren wieder zurückgegangen, was aber laut LSN zum Teil auf statistischen Effekten beruht. Circa 1,2 Mio. Menschen in Niedersachsen gelten als armutsgefährdet:
Fast jeder sechste Niedersachse! Martin Fischer (Diakonie in Niedersachsen) betont als Sprecher der Landesarmutskonferenz:
„Die skandalöse Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich erhält durch die aktuelle Flüchtlingssituation zusätzliche Brisanz. Brandanschläge und offene Gewalt von Neonazis vor Flüchtlingsunterkünften belegen: Sozial benachteiligte Gruppe werden gegeneinanderausgespielt und dieser Konflikt wird auf dem Rücken der Schwächsten, von Flüchtlingen, ausgetragen.
Damit wird die demokratische Legitimation unserer Gesellschaft in ihrem Kern bedroht!“
Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung (Klick)
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LAK beim Tag der Niedersachsen – ein voller Erfolg!

Ministerpräsident Weil mit NETZ
Ministerpräsident Weil mit LAK-sprecher Martin Fischer (links) und Klaus-dieter Gleitze

Das Zelt der LAK Niedersachsen beim Tag der Niedersachsen in Hildesheim war ein Erfolg. Im Mittelpunkt standen die Verteilung der NETZ – Niedersächsische Teilhabe-Zeitung und zahlreiche kreative Aktionen rund um das Thema „Armut und Ausgrenzung“. Ministerpräsident Weil und Sozialministerin Rundt bekamen bei ihren Besuchen an unserem Zelt NETZ-Exemplare überreicht und machten bei unseren Aktionen mit. Stephan Weil brachte mit einem gezielten Schuss die Mauer zwischen Arm und Reich zum Einsturz.

Sozialministerin Rundt mit NETZ
Sozialministerin Rundt mit NETZ

Wenn es in der gesellschaftlichen Praxis auch so laufen würde, könnte die LAK ihre Arbeit einstellen. So bleibt es dabei, dass die nächste NETZ schon in Arbeit ist und die LAK mit ihrer Arbeit und ihren Aktionen weiterhin auch bei derartigen Bier- und Erbsensuppe-Feierlichkeiten einen Kontrapunkt setzen wird – unterhaltsam, aber kritisch.

Mit Sozialministerin Rundt haben wir über unsere Forderung nach einem öffentlich geförderten Beschäftigungssektor für Langzeitarbeitslose diskutiert. Dazu gibt es im September ein LAK-Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium.

Neben zahlreichen intensiven Gesprächen mit Zelt-Besucher/innen zum Thema „Armut und Ausgrenzung“ wurden auch die interne LAK-Kontakte gepflegt: LAK und Kinderschutzbund waren wieder wie beim Einheitsfest Nachbarn, LAK Sprecher Martin Fischer (Diakonie) nahm die Begrüßung von Stephan Weil und Cornelia Rundt vor, Vertreterinnen vom VAMV – Verband alleinerziehender Mütter und Väter und von der AWO kamen zu Besuch und der Walk Act „Die KunstHausierer“ trat für die LAK bei der Solitafel der Caritas auf.

Anbei die PM vom 28.06 und ein paar Impressionen.

Die NETZ ist da!

NETZ Niedersächsische Teilhabe Zeitung
Passend zur aktuellen desaströsen Bilanz von 10 Jahren Hartz IV kommt die neue NETZ – Niedersächsische Teilhabe-Zeitung auf den Markt. Mitherausgeberin ist die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen.
Das NETZ Schwerpunkthema: ein öffentlich geförderter Beschäftigungssektor (ÖBS) für Langzeitarbeitslose, zu fairen Bedingungen. Das ist auch Kernthema und –forderung der LAK Niedersachsen 2015.
Die NETZ ist ein bundesweit einmaliges Projekt an der Schnittstelle zwischen LAK Niedersachsen, Politik und nicht zuletzt Betroffenen.
Die LAK Niedersachsen ist mit einem Zelt beim Tag der Niedersachsen vom 26. bis zum 28.06.2015 in Hildesheim vertreten: Wie beim Tag der Einheit 2014 in Hannover wieder mit kreativen Aktionen, Kunst und Kultur auch für Menschen mit geringem Einkommen, damit der Tag der Niedersachsen ein Tag für ALLE wird.

PDF Download
NETZ – hier downloaden!

DGB Papier: Öffentlich geförderte Beschäftigung jetzt!

Der erste Arbeitsmarkt löst das Problem Langzeitarbeitslosigkeit nicht. Die LAK fordert seit langem eine öffentlich geförderte Beschäftigung. Konkrete Vorschläge zur Umsetzung hier im Papier des DGB Niedersachsen von unserem LAK Sprecher Lars Niggemeyer.Titel:

Langzeitarbeitslosigkeit in Niedersachsen abbauen – Beschäftigung öffentlich fördern

Im Jahr 2014 suchten in Niedersachsen 99.442 arbeitslose Menschen seit einem Jahr oder länger einen Job; rund 2.500 mehr als ein Jahr zuvor. Dies entspricht einem Anteil von 37,1 Prozent aller Arbeitslosen. Bereits 2013 hat sich ihre Zahl erhöht und ist wieder auf dem Niveau von 2011 angekommen – anders als die Zahl der registrierten Arbeitslosen insge-samt, die seit 2011 zuruckgegangen ist. Infolge dieser Entwicklung hat sich der Anteil der Langzeitarbeitslosen am Arbeitslosenbestand in Niedersachsen seit 2009 langsam aber stetig erhöht von 34% auf 37%.
Nur ein sehr kleiner Teil derjenigen, die Langzeitarbeitslosigkeit überwinden oder unterbrechen können, haben einen neuen Job auf dem regulären Arbeitsmarkt gefunden. Weit über 80 Prozent aller Abgänge aus Langzeitarbeitslosigkeit sind auf andere Gründe zurückzuführen, wie ein Rückzug vom Arbeitsmarkt in die sog. stille Reserve oder Rente, längere Krankheit oder eine Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Fördermaßnahmen.
Als Langzeitarbeitslose werden nämlich nur diejenigen gezählt, die durchgehend ein Jahr und länger arbeitslos sind. Nur wenn die Arbeitslosigkeit z. B. wegen Krankheit oder Sperrzeit für weniger als 6 Wochen unterbrochen wird, werden Phasen der Arbeitslosigkeit zusammengerechnet. Viele Bewegungen in und aus Arbeitslosigkeit sind eher statistischer Natur, denn bei nicht nur vorübergehender Beendigung – egal aus welchem Grund – beginnt die Messung wieder von vorne und es werden Phasen vor und nach einer Unterbrechung nicht mehr zusammengezählt und die Betroffenen gelten zunächst wieder als Kurzzeitarbeitslose.

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„10 Jahre Hartz IV – ein Trauerspiel!“ Satirische Zeremonie in Hannovers City erfolgreich verlaufen

16.04.2015: 5 nach 12 Uhr, Hannover, Kröpcke

10 Jahre HARTZ IV – ein Trauerspiel

Die satirische Zeremonie „10 Jahre Hartz IV – ein Trauerspiel!“ der Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen im Rahmen der bundesweiten Kampagne „aufRecht bestehen – kein Sonderrecht im Jobcenter“ war ein voller Erfolg. Die Aktion wurde mitgestaltet und unterstutzt vArbeitskreis Arbeitslose Linden, Arbeitslosenzeitung alptraum, attac Hannover, Bündnis umfairteilen, Erwerbslosengruppe SONET, ver.di Ortsverein Hannover.

Birgit ben Rabah von der Erwerbslosengruppe SONET wies in ihrer Ansprache vor zahlreichen Mitgliedern von Erwerbsloseninitiativen, Verbanden, Organisationen und Politik darauf hin, dass sich Erwerbslose in Jobcentern oft in ihrer Menschenwurde verletzt sehen. Eine Forderung der LAK ist daher eine bessere Ausstattung der Jobcenter, damit gute Beratung und schnelle Hilfe durch gut qualifizierte MitarbeiterInnen in ausreichender Zahl stattfinden kann.

Solberne Ehrennadel für die 25. sinnlose Maßnahme!

In einer satirischen Zeremonie wurde dem Sprecher der Arbeitsloseninitiative Arbeitskreis Arbeitslose Linden, Harry von Kanel, eine Silberne Ehrennadel fur die 25. sinnlose Maßnahme durch das Jobcenter verliehen.
Inhalt der Maßnahme: Die Teilnehmer rollen ein Jahr lang den ganzen Tag Steine den Lindener Berg, Hannovers Hausberg, hoch, auf der anderen Seite rollen sie wieder runter; und so weiter (…).

Abschließend trafen sich die Sprecher/innen der LAK und LAK Mitglieder, Politiker und Betroffene zum gemeinsamen Gesprach an einer Solidaritätstafel mit satirischen Anspielungen auf das Trauerspiel Hartz IV: Es gab kalten Kaffee, alten Wein aus neuen Schläuchen und saure Äpfel für alle.
Alle waren sich einig, dass nur gemeinsam eine substantielle Verbesserung von Hartz IV erreicht werden kann
Ministerpräsident Weil hatte ein Teilnahme aus Termingründen absagen müssen, wünschte der Aktion aber viel Erfolg.

Die LAK Sprecher/innen:

  • Martin Fischer, Sprecher LAK Niedersachsen
    (Diakonie in Niedersachsen; Fon: 0511 360-190; Mobil: 0170 9871687)
  • Meike Janßen, Sprecherin LAK Niedersachsen (SoVD Niedersachsen; Fon 0511 7014813)
  • Lars Niggemeyer, Sprecher LAK Niedersachsen
    (DGB Niedersachsen; Fon: 0511 12601–25; Mobil: 0151 41848817)

PRESSEMITTEILUNG als PDF-Download – hier klicken!

„10 Jahre Hartz IV – ein Trauerspiel!“ Satirische Zeremonie in Hannovers City

Pressemitteilung: Landesarmutskonferenz 10 Jahre Hartz IV – ein Trauerspiel

Die Bilanz der Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen von 10 Jahren

Hartz IV im Jubiläumsjahr 2015: Ein Trauerspiel. Hartz IV ist zum Synonym für Ausgrenzung und Armut in der Gesellschaft geworden, die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich wird immer tiefer.
Aus diesem Anlass veranstaltet die LAK Niedersachsen in der City von Hannover eine satirische Zeremonie. Die Aktion wird mitgestaltet und unterstutzt von Arbeitskreis Arbeitslose Linden, Arbeitslosenzeitung alptraum, attac Hannover, Bündnis umfairteilen, Erwerbslosengruppe SONET, ver.di Ortsverein Hannover. Diese Zeremonie ist Bestandteil des bundesweiten dezentralen Aktionstages der Erwerbsloseninitiaven im Rahmen der Kampagne „aufRecht bestehen – Kein Sonderrecht im Jobcenter“.

Ort: Hannover, Kröpcke.
Zeit: Donnerstag, 16.04.2015, 5 nach 12 Uhr bis 13 Uhr.

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“Die zerklüftete Republik”

Logo: Aktueller Armutsbericht
Deutschland ist dabei, regional regelrecht auseinanderzufallen. Zu diesem Ergebnis kommt der Gesamtverband Der Paritätische in seinem aktuellen Armutsbericht. Die Armutsquote hat mit 15,5 Prozent ein neues Rekordhoch erreicht. In 13 Bundesländern nahm die Armut zu. Überproportionale Zuwächse weisen das Ruhrgebiet, Bremen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern auf.
Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose sind die am stärksten von Armut betroffenen Bevölkerungsgruppen. Und auch die Kinderarmut bleibt auf einem sehr hohen Niveau:

Die Armutsquote der Minderjährigen ist von 2012 auf 2013 gleich um 0,7 Prozentpunkte auf 19,2 Prozent gestiegen und bekleidet damit den höchsten Wert seit 2006. Auch die Altersarmut hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Der Titel des Armutsberichtes des Paritätischen zeigt nicht nur die materielle Spaltung zwischen Arm und Reich. „Die zerklüftete Republik“ steht auch für eine wachsende Sprachlosigkeit zwischen verschiedenen Akteuren wie Verbänden, Politik und Betroffenen.

Armutsbericht “Die zerklüftete Republik” (Download als PDF)