Aktion „Wohnungsnot? Eine harte Nuss!“ am Tag der Menschenrechte 10.12.2017

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Landesarmutskonferenz und Betroffeneninitiative Gnadenlos Gerecht fordern: Menschenrecht auf Wohnen endlich umsetzen!
Die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen und die Gruppe Gnadenlos Gerecht veranstalteten am Tag der Menschenrechte, 10.12.2017, auf dem Weihnachtsmarkt an der Marktkirche in Hannover die Aktion „Wohnungsnot? Eine harte Nuss!“. Details in unserer PM PM LAK-Aktion Wohnungsnot ist eine harte Nuss-Tag der Menschenrechte-Weihnachtsmarkt Hannover und hier. Hier eine Meldung des epd Evangelischer Pressedienst.
Die Akteure stellten eine Mahnwache vor der Kirche und verteilten Nüsse aus regionaler Ernte an Besucher*innen des Weihnachtsmarktes. In zahlreichen Gesprächen klärten sie über die immer stärker wachsende Obdachlosigkeit auf und forderten:
Das Menschenrecht auf Wohnen muss endlich in politische Praxis umgesetzt und einklagbar werden!
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In jedem Säckchen mit Nüssen war daher eine goldene Nuss, in deren Inneren diese Forderung stand.
Hier das Flugblatt Aktion Wohnen Tag der Menschenrechte
 

Thomas Uhlen (Caritas in Niedersachsen) neuer LAK Sprecher. Meike Janßen (SoVD Niedersachsen) und Lars Niggemeyer (DGB Niedersachsen) im Amt bestätigt.

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Die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen hat auf ihrer Mitgliedersammlung im November Thomas Uhlen von der Caritas in Niedersachsen (Bild oben) einstimmig zum neuen Sprecher gewählt. Er löst als Vertreter der niedersächsischen Wohlfahrtsverbände in diesem Amt Martin Fischer von der Diakonie in Niedersachsen ab, der sich neuen beruflichen Herausforderungen widmet.
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Meike Janßen (SoVD Niedersachsen) und Lars Niggemeyer (DGB Niedersachsen)  wurden in ihrem Amt als LAK Sprecher*innen bestätigt.

LAK Sprecher Thomas Uhlen (Caritas in Niedersachsen) betont:
„Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen ist mit ihren 25 Mitgliedern, bestehend aus Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Organisationen, ein einzigartiges Netzwerk zur Bekämpfung von Armut auf Landesebene. Sie legt immer wieder auch mit kreativen Mitteln den Finger in eine offene Wunde: Armut und damit die Spaltung unserer Gesellschaft in einem der reichsten Länder der Erde. Ich freue mich auf meine Aufgabe, gemeinsam mit Meike Janßen (SoVD Niedersachsen) und Lars Niggemeyer (DGB Niedersachsen) die LAK bei der Bekämpfung von Armut in Niedersachsen zu unterstützen.
Die LAK begrüßt es, dass sich die neue Landesregierung im Koalitionsvertrag auch zur Armutsbekämpfung verpflichtet und hier die Landesarmutskonferenz weiter „fördern und entwickeln“ will (siehe hier Seite 51). Was Armutsbekämpfung angeht, reichen die Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag aber nicht.
Die LAK fordert auf dem Gebiet der wachsenden Wohnungsproblematik einen massiven Ausbau des sozialen Wohnungsbaus und eine zielgruppenorientierte Wohnungsversorgung.“
Details hier PM Landesarmutskonferenz – Thomas Uhlen-Caritas- als neuer Sprecher gewählt

Am 10.12, dem Tag der Menschenrechte, wird die LAK von 14 – 16 Uhr gemeinsam mit der Gruppe „Gnadenlos Gerecht“, einer Initiative von Armutsbetroffenen, eine öffentliche Aktion auf dem hannöverschen Weihnachtsmarkt veranstalten: „Wohnungsnot? Eine harte Nuss!“.

Portrait der Betroffenen-Initiative „Gnadenlos Gerecht“. Spendenaufruf Armutsnetzwerk.

Armutsbekämpfung ohne die Beteiligung von Betroffenen ist wie Weihnachten ohne Baum: Es kommt vor, aber da fehlt etwas Entscheidendes. Die LAK versucht zunehmend, diese Leerstelle zu schließen, hat da aber sicher auch noch Nachholbedarf. Die LAK arbeitet mit der Betroffenen Initiative „Gnadenlos Gerecht“ zusammen und unterstützt diese Arbeit. Im folgenden ein Portrait der Gruppe aus dem Straßen Magazin Asphalt 11/17.
Gnadenlos Gerecht

Den Winter überleben! Spendenaufruf Armutsnetzwerk
Die LAK arbeitet auch mit dem Armutsnetzwerk zusammen, eine bundesweite Betroffenenorganisation. Sie ruft unter dem Motto „Den Winter 2017 / 18 überleben“ zu Spenden auf. „Das Überleben ist nur möglich, wenn genügend Wärmestuben und Notquartiere für obdachlose Frauen und Männer bereitgestellt werden. Immer mehr Frauen und Männer leben auf der Straße – nach Schätzung des Armutsnetzwerkes sind es bundesweit inzwischen über 40.000 Personen.“, heißt es in dem Aufruf. Details dazu hier.

LAK Fachtag „Reichtum. Macht. Armut“ am Weltarmutstag voller Erfolg!

Zur Dokumentation:
Eine präzise Beschreibung der sozialpolitischen Baustellen in Sachen Armutsbekämpfung in Niedersachsen liefert die Eröffnungsrede von Sozialministerin Cornelia Rundt: Rede Sozialministerin Cornelia Rundt

Input von Prof. Hartmann zu “Reichtum und Macht in Deutschland” mit Fakten ud Zahlen: Prof. Hartmann – Erosion der Mitte und Polarisierung der Einkommen

Prof. Segbers mit grundsätzlichen Überlegungen zum Streit um Gerechtigkeit und wie es zur aktuellen tiefen Spaltung der Gesellschaft kam: Prof. Segbers – Der Streit um die Gerechtigkeit

Eine gute und zu Recht auch teils kritische Zusammenfassung des Fachtags kommt vom Kooperationspartner der LAK, der Freistätter Online Zeitung. Vielen Dank dafür an Christof und Jens.

Ausverkauftes Haus bei Ver.di mit über 100 TN, lebendige Diskussionen von Fachleuten, Betroffenen und Interessierten bis zum Schluss und engagierte Suche nach Lösungen in den Fachforen: der Fachtag 2017 von LAK und 12 weiteren Verbänden und Organisationen war ein voller Erfolg. Er ist in dieser Form eine der seltenen Veranstaltungen, in denen Vertreter*innen aus Verbänden und Politik auf Augenhöhe mit zahlreichen Betroffenen diskutieren. Hier die gemeinsame Erklärung der Veranstalter mit unseren Forderungen Fachtag 2017 Erklärung (Die gesamte Dokumentation des Fachtags folgt an dieser Stelle zeitnah).
Spannende und engagierte Referenten:
Michael-Hartmann
Prof. Michael Hartmann
Franz-Segbers
Prof. Franz Segbers
Cornelia-Rundt
Eine präzise und sachkundige Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD)
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Von rechts: LAK Sprecher*innen Lars Niggemeyer (DGB) und Meike Janßen (SoVD), Prof. Segbers und Hartmann, LAK Sprecher Martin Fischer (Diakonie) und Klaus-Dieter Gleitze (LAK Geschäftsführer).
Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion. Von rechts: Dr. Petra Bahr (Landessuperintendentin Ev. Landeskirche), Dr. Joachim Rock (Paritätischer), Lea Arnold (DGB, Moderation), Laura Poth (Landesvorsitzende GEW), Thomas Uhlen (Caritas).
Susanne-Kremer-verdi
Grußwort der stellv. Verdi Vorsitzenden Susanne Kremer
(Alle Fotos: Thorben Plüß)
Weltreichtumstag
Proklamation des Weltreichtumstages
Fahrgast-TV
Zeitgemäß digital schon während der Veranstaltung im ÖPNV zu sehen: der Bericht vom Fahrgast TV.
Der Fachtag war eine gemeinsame Veranstaltung von:
AWO, Caritas, DGB, Diakonie, Ev. Fachverband Wohnung u. Existenzsicherung, GEW, KDA, Landesarmutskonferenz, Landesvereinigung für Gesundheit, Paritätischer Nds., Rosa Luxemburg Stiftung, SoVD, Verdi.
Allen für die engagierte Mitarbeit herzlichen Dank. In diesem Fall veredeln viele Köch*innen den Brei!

LAK Forderungen an eine neue Landesregierung

Neue Presse LAK - Ein Mauerfall zum Nachdenken
Am 11.10 präsentierte die LAK ihre sozialpolitischen Forderungen anlässlich der Landtagswahl am 15.10 der Öffentlichkeit mit einer symbolischen Mauer zwischen Arm und Reich. Hier die Forderungen: Landesarmutskonferenz Landtagswahl-Forderungen.
Mauer vor Landtag 1
Von links: Klaus-Dieter Gleitze (LAK), die LAK Sprecher Martin Fischer (Diakonie) und Lars Niggemeyer (DGB) sowie Thomas Schremmer, sozialpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Grüne, der als einziger der eingeladenen Vertreter*innen der demokratischen (also ohne AfD) Parteien erschienen war.
Mauer vor Landtag 2
Für einen Moment war die Mauer eingerissen …

Hier ein Bericht der Diakonie in Niedersachsen.

Wahlkampagne gegen Armut und Ausgrenzung. Bundesweiter Aktionstag Reichtum umverteilen

Wahlkampagne 2017 gegen Armut und Ausgrenzung: Die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachen mit der Aktion „Fluss-Schwimmen – Damit die soziale Gerechtigkeit nicht Baden geht!“. „Kampf“-Schwimmer_innen für mehr Gerechtigkeit schwimmen in der Leine in Hannover. Bilder und Geschichten statt Flugblätter, Plakate und Kugelschreiber. Hier der Clip.
Bundesweiter Aktionstag Reichtum umverteilen
PM und Details hier
Die LAK war in der City von Hannover mit einer Aktion unterwegs, gemeinsam mit der Betroffenen-Initiative „Gnadenlos Gerecht“ und unterstützt von Politikern, siehe Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen
Reichtumsverteilung-40-Proz

Falsch verteilt – 40 % der Bevölkerung haben fast nichts, 36 Milliardäre mehr als die ärmere Hälfte zusammen!reichtum umverteilen 2

Forderung-560 Euro Hartz IV
LAK mit Betroffenen-Initiative Gnadenlos Gerecht. Rechts als Unterstützer: Thomas Schremmer, sozialpolitischer Sprecher Landtagsfraktion Bündnis 90 /Grüne.

16.09.2017 – Bundesweiter Aktionstag „Reichtum Umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“

Die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen und die Gruppe Gnadenlos Gerecht, eine Initiative von Menschen in prekären Verhältnissen, beteiligen sich mit einer Performance am bundesweiten Aktionstag des Bündnis „Reichtum Umverteilen“.
Ort: Hannover, Kröpcke
Zeit: 16.09.2017, 5 vor 12
Aktion: Mit Geldsäcken wird die Schieflage der Verteilung des Reichtums in unserer Gesellschaft verdeutlicht: Die reichsten 10 Prozent besitzen über 60 Prozent des Vermögens, die unteren 50 Prozent besitzen gerade mal 1,4 Prozent, wobei die ärmsten 10 Prozent nur Schulden besitzen. Dadurch entsteht eine Mauer zwischen Arm und Reich in unserer Gesellschaft. Diese Mauer wird zum Abschluss der Performance von allen Interessierten gemeinsam eingerissen und die Geldsäcke werden dahin verteilt, wo Investitionen nötig sind: Bildung, Gesundheit, Soziales, Infrastruktur, Wohnen.
Details hier PM Landesarmutskonferenz – Bundesweiter Aktionstag Reichtum umverteilen

Über die Gruppe Gnadenlos Gerecht
Gruppe-Gnadenlos-Gerecht
Asphalt 09/2017

Fachtag “Reichtum. Macht. Armut. Wie viel Ungleichheit verträgt die Gesellschaft?”

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Trotzdem ist jeder Sechste von Armut und Ausgrenzung betroffen. Auf der einen Seite nimmt die Zahl der Millionäre hierzulande stetig zu, auf der anderen Seite stehen immer mehr Menschen Schlange bei den Tafeln, weil das Geld selbst für das Essen nicht mehr reicht. Sozialer Aufstieg durch Bildung für Arme? Fehlanzeige. Der Hartz-IV-Regelsatz reicht zum Überleben, ermöglicht aber keine soziale und kulturelle Teilhabe. Immer mehr Menschen sind von demokratischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen.
Wie viel Ungleichheit verträgt unsere Gesellschaft, Wie schaffen wir eine gerechtere Verteilung der Ressourcen?
Diesen und anderen Fragen soll auf der LAK Fachtagung 2017 nachgegangen werden. Teilnahme und kleiner Imbiss kostenlos.
Es gibt wirtschaftliche und politische Alternativen, die eine gerechte Gesellschaft für alle ohne Armut möglich machen. Diese Alternativen sollen, auch im Rahmen einer Erklärung der Veranstalter, am 17. Oktober, dem Weltarmutstag, vorgestellt und diskutiert werden.
Details und Anmeldung hier Reichtum. Macht. Armut-Flyer Fachtag LAK 17.10

26.08.2017 – LAK Mauer zwischen Arm und Reich beim Reformationsfest erfolgreich eingerissen

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Die LAK war mit einer Performance rund um die „Mauer zwischen Arm und Reich“ bei der großen Diakonie-Feier „500 Jahre Reformation“ in der City von Hannover vertreten (Foto Dritter von links: Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes)
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Die Mauer muss weg
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Zahlreiche Besucher_innen rissen wiederholt die LAK Mauer zwischen Arm und Reich ein. Bei einem Satire-Quiz rund um das Thema Armut /Reichtum gab es witzige Preise. Das Motto der Aktion gegen Armut und Ausgrenzung: Erkenntnis durch Spaß.
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Luther hatte Spass an der Aktion. (Foto 1,3,4: ADD.DWH)

23.08.2017 – Wahlkampf „Aktion 560“: Erhöhung des Hartz IV Regelsatzes auf 560 Euro.

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Foto: Christof Meyer-Gerlt. Die Gruppe „Gnadenlos Gerecht“ forderte mit Unterstützung der LAK anlässlich des aktuellen Wahlkampfes eine Erhöhung des Hartz IV Regelsatzes von 409 auf 560 Euro. Sie folgt damit dem Gutachten der Diakonie.
Dazu bildeten Mitglieder der Gruppe während des Wochenmarktes im sozialen Brennpunkt Hannover-Mühlenberg eine Menschenkette. Dabei trugen alle Glieder der Kette ein T-Shirt mit der Aufschrift „560“.
Aktion 560 Überzeugungsarbeit
Im Anschluss diskutierten sie mit Markt-Besucher_innen.
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Und mit Händler_innen: die AfD bietet keine Alternativen. Bei der letzten Kommunalwahl erzielte die AfD im sozialen Brennpunkt Mühlenberg bis zu 30 %!
Mit diesem öffentlichen Bild sollte auch die Frage gestellt werden: Wie geht unsere Gesellschaft mit denen um, die keine Arbeit haben? Die Gruppe „Gnadenlos Gerecht“ besteht aus engagierten Menschen in unterschiedlichen prekären Lebensverhältnissen.
Aktion-560_christof T shirt Rückseite
T-Shirts Rückseiten.
Hier die Presseinfo PM Gruppe Gnadenlos Gerecht-Wahlkampf Aktion 560 im sozialen Brennpunkt Hannover-Mühlenberg
Hier das Flugblatt, das auf dem Markt verteilt wurde Flugblatt Gruppe Gnadenlos Gerecht Aktion Hartrz IV in sozialem Brennpunkt
Die Aktion und die Diskussionen waren so erfolgreich, dass die Gruppe eine Fortsetzung in weiteren sozialen Brennpunkten plant.
Christof und Jens von der Freistätter Online Zeitung unterstützten die Aktion in bewährter Weise! Hier ihre Impressionen.