Wie viel braucht der Mensch zum Leben?

Wie viel braucht der Mensch zum Leben
Veranstaltung zu Regelsätzen und dem Existenzminimum
Wie viel braucht der Mensch zum Leben?
21. März 2017, 19.30–21.30 Uhr

Freizeitheim Linden, Windheimstr. 4, 30451 Hannover
Die Veranstaltung wendet sich an Betroffene, Menschen in prekären Lebenssituationen, an Interessierte sowie Verbände und Organisationen.

Wie viel braucht der Mensch zum Leben?
Deutschland 2017: Die Hartz-IV Regelsätze wurden zum 01.01. um 5 Euro erhöht, von 404 auf 409 Euro pro Monat für eine alleinstehende Person. Das sind pro Tag 16,7 Cent. Dafür können sich Hartz-IV Regelsatzbezieher_innen ein halbes Brötchen kaufen. Ist ein derartiger Regelsatz mit dem staatlich garantierten soziokulturellen Existenzminimum vereinbar?
Woraus setzt sich das überhaupt zusammen? Welche Regelsätze gibt es? Diese und andere Fragen will die Gruppe „Gnadenlos Gerecht“ in der heutigen Veranstaltung mit Betroffenen und Interessierten diskutieren.
Wir wollen uns mit Helga Röller vom ver.di Bundeserwerbslosenausschuss und Roman Langner von der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO) über Regelsätze, Existenzminimum und Möglichkeiten von Engagement und politischer Gegenwehr informieren. Welche Möglichkeiten haben Betroffene und Menschen in prekären Lebensverhältnissen, sich gegen Armut und Ausgrenzung zu engagieren? Welche Rolle spielt wachsender Rechtspopulismus in der Diskussion um soziale Spaltung? Geplant sind kurze Einführungen der Referent_innen, im Anschluss daran Fragen und offene Diskussionen. Bei einem satirischen Hartz-IV Quiz gibt es kleine Preise zu gewinnen und wir wollen gemeinsam eine Mauer zwischen Arm und Reich einreißen.

Referent_innen:
Helga Röller, ver.di Bundeserwerbslosenausschuss
Roman Langner, Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg ALSO
Moderation: Klaus-Dieter Gleitze, Landesarmutskonferenz Niedersachsen

Eine Veranstaltung der Gruppe „Gnadenlos Gerecht“. Mit Unterstützung der Landesarmutskonferenz Niedersachsen.

Die Gruppe „Gnadenlos Gerecht“ besteht aus engagierten Menschen in unterschiedlichen prekären Lebensverhältnissen. Wir werden auch zukünftig durch Veranstaltungen, Aktionen und Aufklärung die wachsende Spaltung zwischen Arm und Reich zum Thema machen.

Flyer hier: Wieviel braucht der Mensch zum Leben-Flyer 21.03.2017

Impressionen von der Premiere unseres Theaterstücks „Am Bahnhof“

10.12.2016, Hannover, Kulturzentrum Faust: Wir waren mehr als ausverkauft und brauchten für die über 150 Gäste zusätzliche Stühle. Langanhaltender Beifall und mehrere „Vorhänge“ waren der Lohn für ein ungewöhnliches Theatererlebnis.
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(Alle Bilder Quelle: Christof/LAK)
Auszug aus der Premierenkritik von unserem Korrespondenten Christof von der „Freistätter Online-Zeitung“: „Unter der Regie von Shuan Karim präsentiert die Gruppe, die sich aus Profis und Amateuren zusammensetzt, und mehrsprachig agiert, eine Performance, die jederzeit mit großen Theaterproduktionen mithalten kann.
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Das Thema Flucht und der Umgang damit, sowohl von uns als auch von den Flüchtlingen selbst, wird hier nie plakativ, sondern immer persönlich und mit mehr leisen als lauten Tönen eindringlich umgesetzt.“Hier die gesamte Kritik.
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Alle beeindruckende Bilder gibt es hier. Ein herzliches Dankeschön an Christof.
Das Stück wird auf Tournee gehen. Wer Interesse an einer Aufführung hat, kann sich gerne melden bei gleitzek@gmx.de . Das Projekt wird gefördert, die Kosten sind für Veranstalter daher überschaubar.
Weitere Aufführungstermine im Kulturzentrum Faust sind am 20. und 27 Januar 2017 um 19:00 Uhr und am 4. Februar um 19:30 in der “Hinterbühne” in Hannover. Details im Flyer hier theater-mit-fluechtlingen-am-bahnhof-flyer

Dokumentation der LAK Fachtagung „Armut. Macht. Flucht.“

Im Folgenden die Beiträge zur LAK Fachtagung “Armut. Macht.Flucht” vom 17.10.2016, dem Weltarmutstag. Eine Übersicht mit Bildern über den gesamten Fachtag inklusive der Podiumsdiskussion am Ende liefert die “Freistatt Online Zeitung“, einem Projekt der Wohnungslosenhilfe Freistatt, mit Betroffenen, Ehrenamtlichen und Mitarbeiter_innen.
Das Impulsreferat von Jürgen Maier vom Forum Umwelt und Entwicklung verdeutlicht die Zusammenhänge von globaler Ungleichheit und Migration.
Abschließend die Beiträge aus den einzelnen Fachforen, die teilweise nur in Stichworten verschriftlich sind.
Der nächste LAK-Fachtag wird voraussichtlich wieder am Weltarmutstag, dem 17.10.2017, stattfinden.

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Zu “Menschenwürdige Arbeit für alle”:
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Zu “Gemeinsam gut Wohnen”:
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Zu “Gesundheit ohne Grenzen”:
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LAK Theaterprojekt „Am Bahnhof“: Premiere Samstag. 10.12.2016, 19 Uhr.

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„Am Bahnhof“, Theaterstück mit Flüchtlingen. Geflüchtete treffen in einem Bahnhof auf Bahnhofsvorsteher Reupke. Davon erzählt das collagenartige Stück „Am Bahnhof“.
Rahmenprogramm: Fotoausstellung Cameo Projekt und Songs von Arndt Schulz.
Grußwort: Thomas Schremmer, MdL Niedersachsen, Bündnis 90/Die Grünen.
Ein Projekt der Landesarmutskonferenz. Kulturzentrum FAUST/Warenannahme, Bettfedernfabrik, 30451 Hannover, Samstag, 10.12.2016, 19 Uhr
Details im Flyer hier theater-mit-fluechtlingen-am-bahnhof-flyer

21.10.2016 – Impressionen Fachtag “Armut. Macht. Flucht.” 17.10.2016

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Volles Haus
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Grusswort Staatssekretär Röhmann, niedersächsische Sozialministerium.
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Input von Jürgen Maier, Forum Umwelt und Entwicklung, Berlin: Globale Ungleichheit, Migration und die Produktion von Armut.
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Podiumsdiskussion, von links: Renate Geuter, SPD MdL Nds., und Reinhold Hilbers, CDU, beide MdL Nds. und finanzpolitischer Sprecher_in der Fraktionen, Lars Niggemeyer, LAK Sprecher und Matthias Günther, Pestel Institut Hannover.
Alle Fotos: DWH/ADD

Presseberichte:
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HAZ, 18.10.2016
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NP, 18.10.2016

17.10.2016 – Erklärung Landesarmutskonferenz zum Fachtag “Armut. Macht. Flucht”

Zum heutigen Weltarmutstag führte die Landesarmutskonferenz Niedersachsen ihre Fachtagung „Armut. Macht. Flucht.“ in Hannover durch. 120 Teilnehmende diskutierten in verschiedenen Foren über die Frage, wie die globale Armut und Migration unseren Alltag verändern. Dabei standen die Themen Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Zusammenleben im Mittelpunkt. Nach einem Grußwort von Staatssekretär Jörg Röhmann aus dem Sozialministerium gab Jürgen Maier vom Forum Umwelt und Entwicklung in Berlin mit seinem Referat „Globale Ungleichheit, Migration und Produktion von Armut“ Anstöße für die Diskussionen in den Fachforen.
Anlässlich des Fachtags gab die LAK eine gemeinsame Erklärung aller Beteiligten heraus, hier erklaerung-armut-macht-flucht
In der Erklärung der Landesarmutskonferenz heißt es:
„Globale Armut produziert Migration. Menschen flüchten auch zu uns und verändern unseren Alltag. In den letzten Monaten ist eine beachtliche Leistung bei der Aufnahme von Geflüchteten erbracht worden. Viele Menschen haben aber zugleich auch Sorgen und Ängste; sie befürchten eine weitere Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen. Über Jahre wurde zu wenig investiert und zu viel Personal abgebaut, so sind öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen in ihrer Leistungsfähigkeit geschwächt worden. Zugleich wurden Steuern auf große Vermögen, hohe Einkommen und Gewinne gesenkt. Die soziale Ungleichheit hat in den letzten 25 Jahren erheblich zugenommen. Die Spaltung unserer Gesellschaft verläuft aber nicht zwischen Flüchtlingen und Einheimischen, sie verläuft zwischen Arm und Reich.“
Veranstaltet wurde die Fachtagung der Landesarmutskonferenz Niedersachsen u. a. von Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Flüchtlingsrat, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Sozialverband Deutschland, Verband Entwicklungspolitik, Gewerkschaft ver.di, VHS Hannover.

Fachtagung „Armut. Macht. Flucht. “ Montag,17.10.2016, Weltarmutstag

„Armut. Macht. Flucht. Wie globale Armut und Migration unseren Alltag verändern.“
Termin: Montag,17.10.2016, Weltarmutstag, 10 – 16 Uhr.
Ort: Ver.di Veranstaltungszentrum Goseriede 10, 30159 Hannover.

Veranstalter: Landesarmutskonferenz Niedersachsen, mit Anderen.
Anmeldung: bis zum 10.10 an: merten@rosalux.de . Fon: 0511/2790934.

Teilnahme und Imbiss kostenfrei. Barrierefreier Zugang.

Einladung mit Details hier lak-fachtagung-2016-armut-macht-flucht-einladung

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10.06.2016 – Aktion „NETZ geht’s los“ ging gut los!

Mit der Kunst-Aktion „NETZ geht’s los!“ wurde die NETZ – Niedersächsische Teilhabe-Zeitung Nr. 4 in Hannover am Kröpcke am 10.06 um 16 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt.
Sozialministerin Rundt- Martin Fischer LAK (li) und Thomas Schremmer (MdL Grüne) präsentieren die NETZ Nr. 4
Die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt präsentiert die NETZ Nr. 4. Links: LAK Sprecher Martin Fischer (Diakonie in Niedersachsen), dahinter: Thomas Schremmer, sozialpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis90/Grüne und engagierter Unterstützer der LAK.
Der Inhalt der NETZ: Die wachsende Spaltung zwischen Arm und Reich. Schwerpunktthema der NETZ Ausgabe 4: Flüchtlinge. Es werden Beispiele guter Arbeit vorgestellt, Ansätze gelingender Integration.
Die Aktion war ein Erfolg.
Sozialministerin Rundt reisst Mauer ein
Gemeinsam mit der Sozialministerin rissen Zuschauer_innen der Aktion eine Mauer ein, die symbolisch für die wachsende Abgrenzung in Europa gegenüber Flüchtlingen stand.
Fünf Euro Quiz-1
Bei einem Quiz gab es kleine Kunstwerke zu gewinnen: Echte Fünf-Euro-Scheine, als Unikate mit Texten beschriftet, rund um das Thema „Armut und Ausgrenzung“.
Migration All Stars
An einem Tischfussballspiel, bei dem die eine Mannschaft nur aus bekannten Fußballern mit Migrationshintergrund bestand wie Jérôme Boateng oder Mesut Özil, konnten Fußballbegeisterte ihr Können messen. Ein Gedicht über Flucht und eine Nationalhymne auf der Violine als Satire vorgetragen rundeten die Aktion ab.
Zahlreiche Zuschauer_innen waren von der Aktion, die auch für kulturelle Teilhabe stand, begeistert. Mit dabei: Mitglieder der LAK Niedersachsen, der LAK Baden-Württemberg und der Saarländischen Armutskonferenz, Autor_innen der NETZ, Menschen aus Erwerbsloseninitiativen, Mitglieder des Cameo Flüchtlingsprojektes, ein Team des sozialen Kaufhauses „fairKauf Hannover“, Unterstützer_innen der LAK, Passanten und viele Menschen mit Migrationshintergrund, denen die Aktion sichtlich Spaß machte.
Gemeinsam weg mit der Mauer
Fazit: Der Start der NETZ Nr. 4 ist gelungen!

Die NETZ Nr. 4 ist da!

NETZ Logo
Dies ist die vierte NETZ – Niedersächsische Teilhabe-Zeitung. Download hier: NETZ Nr. 4. Die NETZ hat sich als sozialpolitische Stimme etabliert. Das aktuelle Schwerpunktthema widmet sich den Flüchtlingen. Es geht nicht nur um Analyse und Kritik bestehender Flüchtlingspolitik, sondern auch um Praxis. Wir stellen Beispiele guter Arbeit vor, Ansätze gelingender Integration, die auch als Anregung für andere dienen können. Solche Modelle sind das beste Argument gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Grenze verläuft zwischen Arm und Reich und nicht zwischen Flüchtlingen und Einheimischen!
Die Druckausgabe wird am 10.06.2016 ab 16 Uhr mit einer kleinen Kunstaktion in Hannover am Kröpcke präsentiert. Hier das Programm dazu: Programm NETZ Kunstaktion 10.06.2016!
Dank an den Caritasverband Diözese Hildesheim und an die Diakonie in Niedersachsen für die Finanzierung dieser Ausgabe, an das Land Niedersachsen für die Förderung der LAK und an die LAG der Freien Wohlfahrt für die Unterstützung. Die NETZ ist auch eine Stimme der Betroffenen. Diesmal sind noch mehr Autor_innen aus Erwerbsloseninitiaven dabei. Dafür ein ganz besonderes Dankeschön.
Hier unsere offizielle PM: PM LAK – Kunstaktion zum Start der NETZ – Niedersächsische Teilhabe-Zeitung Nr. 4.