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17.12.2020 – Wohnen für alle! – Initiative für einen Pakt gegen Wohnungslosigkeit

Die Landesarmutskonferenz, der DGB Niedersachsen und die Stiftung EIN ZUHAUSE fordern in einem gemeinsamen Positionspapier einen Pakt gegen Wohnungslosigkeit in Niedersachsen.

Der Winter in der Corona-Pandemie ist gerade für Menschen ohne eigene Wohnung eine große Herausforderung. In ihrem Positionspapier schlagen die drei Organisationen dazu verschiedene konkrete Schritte vor. Im Zuge des Pakts gegen Wohnungslosigkeit sollten auf allen Ebenen zusätzliche Mittel bereitgestellt und zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt werden, die sowohl Wohnungslosigkeit verhindern als auch die Situation der Menschen ohne Wohnung verbessern. Ziel ist, genug Wohnraum für alle zur Verfügung zu stellen. Bei der Versorgung von Obdachlosen mit Wohnungen sollte verstärkt auf Projekte nach dem Konzept „Housing First“ gesetzt werden. 

Landesarmutskonferenz Fachtag „Wohnung ist ein Menschenrecht!“

Andreas Sonnenberg Maren Kaminski Frank Doods Mehrdad Payandeh
Fachtag 13.11.2018: Podiumsdiskussion mit (v. l.) Andreas Sonnenberg (Werkheim e.V. Hannover), Maren Kaminski (GEW), Frank Doods (Staatssekretär Nieders. Ministerium Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz), Mehrdad Payandeh (DGB Nds. Landesvorsitzender)
Volles Haus, über 100 Expert*innen, Betroffene und Interessierte diskutierten lebhaft die Forderungen der Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen und zahlreicher anderer Organisationen und Initiativen zur Wohnungsproblematik in Niedersachsen. Einen vollständigen Bericht der Freistätter-Online-Zeitung, der einzigen selbstverwalteten Zeitung von Wohnungslosen in Deutschland, von der Veranstaltung gibt es hier.
Zentrale Forderungen der LAK:
– Die Förderung des sozialen Wohnungsbaues muss massiv ausgeweitet werden. Der Bestand an Sozialwohnungen muss mindestens auf 100.000 angehoben werden. Vorrangige Empfänger der Fördermittel sollten öffentliche Wohnungsunternehmen und Genossenschaften sein. Die Sozialbindung sollte unbefristet werden.
– Das Land muss mit einer eigenen Landeswohnungsbaugesellschaft wieder bezahlbare Wohnungen für Normalverdienende anbieten. Insbesondere in Regionen mit angespanntem Mietmarkt muss das Land das Wohnungsangebot auch aus eigener Kraft erhöhen.
Die endgültige Version der Erklärung zum Fachtag mit allen Forderungen wird nach der Mitgliederversammlung der LAK am 28.11.2018 an dieser Stelle veröffentlicht.
Gleitze Garves Meyer-Gerlt
Klaus-Dieter Gleitze und Katharina Garves (LAK, v. l.) diskutieren mit Christof Meyer-Gerlt von der Wohnungslosenhilfe Freistatt über Perspektiven der Wohnungslosigkeit und Alternativen
Inga Schmalz
Inga Schmalz von der Betroffeneninitiative Gruppe Gnadenlos Gerecht: Hartz IV reicht nicht zum Wohnen!
Markus Kiessling
Markus Kiessling (LAG Soziale Brennpunkte) über Kommunale Verantwortung und Handlungsoptionen
Thomas Uhlen
LAK-Sprecher Thomas Uhlen (Caritas Niedersachsen) moderiert die intensive Diskussion über die Forderungen der LAK
Lars Niggemeyer
LAK-Sprecher Lars Niggemeyer (DGB Niedersachsen) kritisiert die fehlende finanzielle Förderung im sozialen Wohnungsbau
(Quelle Fotos: Freistätter-Online-Zeitung)